LITURGISCHE AUFBRÜCHE

Evensong - gesungenes Abendgebet

... eine Idee aus Starzach

Einen Raum der Stille erleben

In der katholischen Seelsorgeeinheit Kapfenburg gibt es ab Oktober 2017 das immerwährende Gebet 24/7 in der neu eingerichteten Kapelle Heilige Mutter Teresa im Pfarramt Westhausen

Dieser Raum hat Atmosphäre und eine unmittelbar wirkende Ausstrahlung. Die Kreuzesbalken leuchten subtil, nicht aufdringlich, und genauso auch der Korpus des Gekreuzigten. Die Farbe des Holzes, aus dem er geschnitzt ist, setzt sich in der Stele fort, auf der die Monstranz ihren Platz finden wird. Ein paar Stühle sind in der Kapelle aufgestellt, eine schlichte Holzbank, Kerzen, eine Madonna. Sonst nichts.

„Hier kann man einfach sein und vor Gott seine Anliegen bringen“, beschreibt Pfarrer Matthias Reiner. Das Besondere daran: Die Kapelle der Heiligen Mutter Teresa wird 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche für das persönliche Gebet geöffnet sein. Rund um die Uhr wird mindestens ein/e Beter/in eine Stunde übernehmen. Man muss nichts tun. Einfach nur da sein.

Die Idee stammt aus dem Allgäu. Pfarrer Bernhard Hesse hat das Projekt dort ins Leben gerufen und viele Freunde dafür gefunden. Einen Vortrag darüber hörte Pfarrer Reiner auf dem Schönenberg. „Ich dachte, das wäre doch was für unsere Seelsorgeeinheit und das ganze Dekanat“, beschreibt der Geistliche.  Der Leib Christi in Form der Hostie, wird in der Kapelle ausgesetzt. „Außer zu den Zeiten der Messe“, erklärt Pfarrer Reiner.

Dieses besondere Requisit der katholischen Kirchen darf allerdings nie allein sein. Deshalb muss immer ein Beter, eine Beterin im Raum anwesend sein. „Die Listen füllen sich“, sagt Margit Hutter. Sie hat innerhalb eines großen Teams und viel ehrenamtlichem Engagement die Gestaltung der Kapelle übernommen.

Pfarrer Matthias Reiner räumte sein Büro, direkt links neben dem Eingang des Pfarrbüros und ist in ein anderes Zimmer umgezogen. Und eben in diesem ehemaligen Büro findet sich jetzt die Kapelle Heilige Mutter Teresa, die deshalb den Namen der indischen Ordensschwester trägt, weil diese ihren Tag immer im stillen Gebet begonnen hat.

Das sich Aufgehoben-fühlen, und jenes, ganz nah am Gekreuzigten zu sein, stellt sich beim Betreten des Raumes unmittelbar ein. „Wir brauchen die Stille immer mehr in unserer hektischen Welt und Jesus braucht die Stille, um uns zu erreichen“, beschreibt Pfarrer Reiner.

Momentan ist man noch auf der Suche nach Menschen, die eine Betstunde übernehmen möchten. Gerlinde Weishäupl koordiniert die Anmeldungen (07363-4547). Zu einem Tag der offenen Tür der Kapelle Mutter Teresa lädt die Seelsorgeeinheit bereits für den kommenden Sonntag nach der Messe um 10.30 Uhr ein. Bis 18.00 Uhr können Menschen diesen Raum erleben. Die offizielle Einweihung findet dann am 5. Oktober ab 18.00 Uhr statt.

21.09.2017/Dekanat Ostalb/Schwenk

Fotos (Schwenk): Pfarrer Matthias Reiner (rechts): „Wir brauchen die Stille immer mehr in unserer hektischen Welt“. v.l. Margit Hutter, Angela Kucher, Gerlinde Weishäupl

 

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Ein Beitrag von Christian Henneke aus Hildesheim

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