LEBENSWIRKLICHKEITEN

Menscehn von hier

Menschen von hier - …“ heißt die Veranstaltungsreihe zu der das Katholische Dekanat Balingen und die Katholische Erwachsenenbildung an drei Abenden im Juli nach Dotternhausen und Balingen einladen. Menschen von hier leben und arbeiten im Zollernalbkreis. Einige von Ihnen kennt man aus der Zeitung, andere eher nicht. Was sie glauben, welche Bedeutung die Bibel für sie hat oder welches Lieblingsbuch sie haben, das wissen wohl die wenigsten.

Dekan Anton Bock und Dekanatsreferent Achim Wicker, der im Dekanat für den Prozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten (KiamO)“ zuständig ist, versprechen sich von den Abenden ein mehr an Kommunikation über das, was Menschen glauben, was ihnen wichtig ist.

Der erste Abend am 4. Juli, 20 Uhr, in der Kirche St. Martinus in Dotternhausen,  steht unter dem Thema „Menschen von hier – lesen aus der Bibel“.  Dekan Anton Bock, Bürgermeisterin Monique Adrian, Pfarrerin Bärbel Danner aus Bitz und Manuela Mayer, Regionalleiterin der Caritas werden eine oder mehrere Stellen aus der Bibel lesen und erklären, was ihnen daran wichtig ist. Musikalisch umrahmt wird der Abend von Fabio Merz an der Orgel. Durch den Abend für Dekanatsreferent Achim Wicker.

Am zweiten Abend „Menschen von hier – erzählen von ihrem Glauben“ am Donnerstag, 12. Juli in der Heilig-Geist Kirche in Balingen, stellen sich Pater Augusty, Geislingen, Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Balingen, Wolfgang Strobel, Geschäftsführer des HBW und Birgit Wurster, Stadtpfarrerin Balingen, den Fragen von Ursula Grau und Dekanatsreferent Achim Wicker.

Für musikalische Leckerbissen sorgt Tobias Conzelmann an der Gitarre.

Der dritte Abend – hoffentlich bei mildem Sommerwetter auf dem schönen Platz neben der St. Martinuskirche in Dotternhausen – lädt am Mittwoch, 18. Juli 2017, ein zu „Menschen von hier – lesen aus ihrem Lieblingsbuch“. Pfarrer Dr. Johannes Holdt, Schömberg, Ingo Opfermann, KZ-Gedenkstätte Eckenwald, Ute Brenner, Zweite Vorsitzende KGR Dormettingen, und Michael Holl, Pastoralreferent, Tailfingen, werden Passagen aus ihrem Lieblingsbuch lesen. Den richtigen Ton für diesen Abend garantiert Rudolf Hendel am E-Piano.

Der Eintritt zu allen Abenden ist frei. Beginn ist jeweils um 20:00 Uhr.

 

Foto: Vorbereitungsteam mit Dekan Anton Bock und Dekanatsreferent Achim Wicker

#anvielenorten - Kirche auf der CMT

Stand der Südwestdeutschen Kirchen auf der CMT 2018

Urlaub im Kloster – und Pilgerwege quer durchs „Ländle“                 

 

Stuttgart. Erstmals gestalten die Evangelische Landeskirche in Baden, die Evangelische Landeskirche in Württemberg, die Erzdiözese Freiburg und die Diözese Rottenburg-Stuttgart einen gemeinsamen Auftritt auf der weltgrößten Publikumsmesse für Freizeit und Touristik, der Stuttgarter CMT. An dem deutlich vergrößerten Stand in Halle 6 steht das Thema „Kirchen und Klöster – Urlaub für die Seele“ im Fokus. Im Rahmen einer Pressekonferenz zum Auftakt der Messe haben Prälat Dr. Christian Rose von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und der Rottenburg-Stuttgarter Weihbischof Matthäus Karrer am 13. Januar im Namen aller vier Kirchen die vielfältigen Angebote in Halle 6 und auf einem weiteren Stand auf der Sonderausstellung zu Fahrrad- und Erlebnisreisen am ersten CMT-Wochenende vorgestellt.  

 Neun Tage lang werden am Stand der vier Kirchen in Halle 6 Freizeitmöglichkeiten präsentiert, welche die Klöster und Tagungshäuser in Baden-Württemberg  Menschen anbieten, die in ihrem stressigen Alltag innehalten wollen. Das neue Magazin „Evangelische Klosterorte in Württemberg“ fasst 22 dieser Kraftquellen für spirituelle Entdeckungsreisen zusammen – von Blaubeuren bis Maulbronn. Als zweiten Schwerpunkt benannte Prälat Dr. Rose das Thema Pilgern: „Das liegt absolut im Trend.“ Seit zwei Jahren gibt es in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg sogar eine eigene Projektstelle dafür. Im Rahmen der CMT 2018 finden deshalb folgerichtig insgesamt 35 Informationsveranstaltungen zum Thema Pilgern statt. 20 Millionen Menschen weltweit pilgern regelmäßig.

   Weihbischof Matthäus Karrer, seit Mai 2017 erst in diesem hohen Amt, stellte in seinem Vortrag die neue Broschüre „Innehalten“ vor; sie beschreibt detailliert mit Preisen und der jeweils möglichen geistlichen Begleitung Urlaub für die Seele in 42 Klöstern und Einkehrhäusern der katholischen und evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg. Gerade in der heutigen Hektik, so Karrer, „brauchen die Menschen Ruhezonen, Orte der Stille, der Begegnung, der Mystik, der Sinnlichkeit und Emotionalität“. Auch die katholische Kirche hat sich für 2018 den Ausbau ihrer Pilgerangebote auf die Fahne geschrieben. Für die Diözese Rottenburg-Stuttgart liegt dabei der Schwerpunkt auf dem europäischen Martinusweg, der auf immerhin 1.200 Kilometern in mehreren Verästelungen durch Württemberg führt. Der Heilige Martin ist Diözesanpatron.    Unter dem Motto „Oh, wie schön ist Panama!“ veranstaltet die Diözese gemeinsam mit der Messe  am Sonntag, 14. Januar, um 9.30 Uhr im Atrium im Eingang Ost mit Erzbischof José Domingo Ulloa Mendieta aus Panama, Bischof Gebhard Fürst und Jugendbischof Thomas Maria Renz einen Jugendgottesdienst - Auftakt der Werbetournee zum Weltjugendjugendtag 2019. Neben den drei Bischöfen werden daran Jugendliche und junge Erwachsene aus der ganzen Welt beteiligt sein. Außerdem wird die Weltjugendtags-Hymne erstmals auf Deutsch aufgeführt. Panama ist Partnerland der CMT 2018 und beherbergt vom 22. - 27. Januar 2019 das große Weltjugendtreffen mit Papst Franziskus. Dazu erwartet das kleine Land zwischen Pazifik und Karibik mehr als eine halbe Million Besucherinnen und Besucher von allen Kontinenten.         Ergänzt wird das Angebot für Besucher der Messe über die gesamte Laufzeit durch die tägliche Beratung für Pilgernde im Forum der Kirchen im Atriumsbereich. Wer im Trubel der CMT selbst mal eine Pause braucht und innehalten möchte, findet dazu im nahegelegenen Andachtsraum die Gelegenheit. Dort gibt es täglich eine "Atempause" in der Mittagszeit. Im Rahmen der Sonderausstellung „Fahrrad- und Erlebnisreisen mit Wandern“ am ersten CMT-Wochenende in der neuen Halle 10 geht es besonders um die Martinus- und Jakobus-Wege, die in den letzten Jahren sowohl in Baden-Württemberg als auch innerhalb Europas stark ausgebaut wurden.    Zu ihrem traditionellen Empfang auf der CMT lädt die Landesarbeitsgemeinschaft Kirche und Tourismus der evangelischen und katholischen Kirchen in Baden-Württemberg für Donnerstag, 18.Januar 2018, um 11.00 Uhr in das Internationale Congresscenter Stuttgart ICS (Raum C7.2/C7.3) ein. Eva Brucker, Professorin für eTourism Innovation & Management im Tourismus (Salzburg) wird dabei zum Thema  „Kirchen und Klöster – Urlaub für die Seele“ sprechen.

Sie finden den Stand in Halle 6, Standnr. 6B30. Quelle: Erzdiözese Freiburg

Kirche geht durch den Magen ...

Kirche geht durch den Magen – eine kulinarische Stärkung für die Kirche am Ort im Dekanat Biberach!

Kirche? ... läuft!

Foto: Wolfgang Hensel

Flugfeld-Firmenlauf 2017 mit dem 
 Team der Katholischen Kirche 
Böblingen

 

Böblingen, 20.09.2017. Flugfeld-Firmenlauf, die größte Laufveranstaltung im Kreis Böblingen mit dem Team-Lauf über 4,8 Kilometer und großer After-Run-Party.

Bei schönstem Sommerwetter fand am Abend der schon traditionelle Flugfeld-Firmenlauf statt. Pünktlich ging es los um 18:00 Uhr und alle Starterinnen und Starter gingen mit sichtlichem Vergnügen und Engagement auf die knapp fünf Kilometer lange Strecke rund um den See. 

Zum zweiten Mal war ein Team der Katholischen Kirche Böblingen unter Leitung des Teammanagers Werner Wolking mit dabei und zeigte bravourös Flagge für das Statement  "Kirche am Ort". 44 Menschen umfasste die Gruppe, von der Ministrantin über den Verwaltungszentrumsleiter, von der Pfarramtssekretärin bis zum Kirchengemeinderat – eine bunte Mischung fröhlicher Menschen, die mit Spaß bei der Sache waren. Aber auch der sportliche Aspekt kam nicht zu  kurz. Immerhin wurde Platz 25 in der Teamwertung erreicht. Mit den besten Einzelleistungen von 19:12 Minuten und Platz 162 bei den Männern, sowie 22:15 Minuten und Platz 50 bei den Frauen konnte unser Team durchaus mit Spitzenleistungen aufwarten. 

Ebenso zur Tradition geworden ist die anschließende After-Run-Party im Sensapolis, die alle TeilnehmerInnen bei flotter Musik, ausgelassenen Gesprächen und schmackhafter Verköstung genossen.

Mit der Zeitung unterwegs....

Neun kirchliche Orte im Dekanat Rems-Murr haben Kornelia Vonier-Hoffkamp, Hendrik Rook und Uli Häufele zusammen mit Peter Schwarz von der Waiblinger Zeitung sowie Leonie Kuhn von der wkz Online-Redaktion besucht:
http://archive.newsletter2go.com/?n2g=h0tfnsg3-6q4i47he-16ki


Hoffnungsmachende Erfahrungen ....

Uli Häufele, Rems-Murr

 

Menschen von hier

„Menschen von hier – erzählen von ihrem Glauben“ war der Titel des zweiten Abends in der Veranstaltungsreihe von Katholischem Dekanat und Katholischer Erwachsenenbildung am Mittwoch in der Frommener St. Pauluskirche. Krankenhausseelsorgerin Ulrike Erath, Pfarrerin Marlies Haist, Dekan Anton Bock und Landrat Günther Martin Pauli stellten sich den Fragen von Dekanatsreferent Achim Wicker und Ursula Grau, der Leiterin der Katholischen Erwachsenenbildung. In großer Offenheit erzählten die vier Gäste, wie sie zu ihrem Glauben kamen, was bei ihnen das „ich glaube“ ganz praktisch heißt, wo sie mit ihrem Glauben an Grenzen gekommen sind und wie wichtig ihnen dabei die „Gemeinschaft der Glaubenden“ ist. In manchen Momenten hätte man eine Stecknadel fallen hören können, so dicht war die Atmosphäre in der Pauluskirche.

„Was haben wir verbrochen, dass Gott uns das antut?“ Mit dieser Frage wird Krankenhauseelsorgerin Ulrike Erath immer wieder bei Gesprächen mit Menschen konfrontiert, die schwer erkrankt sind. Da komme sie an ihre Grenzen, mit ihrem ganz persönlichen Glauben an einen liebenden Gott, und dennoch sei sie überzeugt, dass auch gerade in solchen Situationen Gott einen weiter trage und begleite. Landrat Günther Martin Pauli schilderte, dass er im Arbeitsalltag immer wieder Entscheidungen fällen müssen, die schwierig sind und dass ihm sein Glaube dabei helfe, dies auszuhalten und danach auch weitergehen zu können. Pfarrerin Marlies Haist gewährte Einblick in ihren Glaubensweg, der nicht immer nur geradeaus verlief. Als Jugendliche habe sie viele Zweifel gehabt, auch gehadert mit Gott und ihrem Glauben, um dann aber doch zu merken, wie wichtig er für sie sei. Heute sei sie glücklich ihren Beruf als Pfarrerin ausüben zu dürfen.  Dekan Anton Bock zieht seine Bestärkung im Glauben auch aus dem Glauben der anderen, den er immer wieder erfahren und spüren darf. Das miteinander glauben, miteinander beten stärke ihn täglich und trage ihn. Alle vier Teilnehmer sprachen in großer Offenheit darüber, wo sie mit ihrem Glauben auch schon an Grenzen gestoßen sind. Dabei schilderten sie Schicksalsschläge naher Verwandter oder Familienmitglieder oder auch die Frage danach warum so großes Leid, wie z.B. aktuell in Syrien, vorkommt. Die Zuhörer zeigten sich am Ende dieses Abends beeindruckt von der Dichtheit des Gesprächs. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Tobias Conzelmann aus Meßstetten mit eigenen Liedern. Der junge Musiker traf mit seinem Texten punktgenau die Stimmung in der Kirche und verdichtete dadurch die Atmosphäre nochmals. Begleitet wurde er von einem jungen Muslim, den er in der Lea in Meßstetten kennengelernt hatte und der ihn seitdem begleitet. „Das ist gut, was ihr hier macht. Es ist wichtig, dass Menschen über ihren Glauben“ reden meinten beide übereinstimmend.

„Menschen von hier“ kommen am Mittwoch, 19. Juli, 20 Uhr, nochmals zu Wort. Dann lesen Pfarrerin Angelika Schoblocher, Dr. Petra Graf, Pfarrer Wolfgang Braun und Wolfgang Buse aus ihren Lieblingsbüchern. Bei gutem Wetter open Air vor der Kirche, bei schlechtem im Gemeindesaal.

Die Seelsorgeeinheiten und das Katholische Dekanat probieren im Rahmen des Prozesses „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ immer wieder neue Ideen aus. „Menschen von hier“ ist ein Versuch untereinander ins Gespräch zu kommen.

 

Achim Wicker, Dekanatsreferent

Tafelsilber für alle

Katholische Christen erkunden ihr Umfeld

Die Kirchengemeinden im Landkreis müssen auch Neues wagen, um die Menschen weiter erreichen zu können. Das ist eine zentrale Botschaft der Veranstaltung, zu der das katholische Dekanat vergangenen Mittwoch eingeladen hatte. Unter dem Titel „Schatzkarten des Lebens entdecken" stand das unmittelbare Umfeld der Kirchengemeinden im Zentrum. Über 60 Besucherinnen und Besucher waren der Einladung ins Ludwigsburger Bischof-Sproll-Haus gefolgt.

Der Tübinger Theologieprofessor Michael Schüßler sagte zu Beginn: „Es ist nicht unsere Aufgabe, nach draußen zu gehen und die Menschen wieder in die Kirche zu holen." Das Evangelium sei nämlich keineswegs das Tafelsilber des Christentums. Vielmehr müsse die Botschaft des Evangeliums nach außen getragen werden. Er verwies dabei auch auf das Zweite Vatikanische Konzil. Hier hatte sich die katholische Kirche unter anderem dazu verpflichtet, die Zeichen der Zeit immer neu zu deuten. Heute müssten Christinnen und Christen auch über die Sprache der Verkündigung nachdenken, so Schüßler. Die sei häufig für Außenstehende schwierig zu verstehen.

„Wir müssen andere nicht zum Glauben bekehren, sondern für andere da sein – eben aus der Motivation unseres eigenen Glaubens." sagte der Professor. Er erzählte von einer Bamberger Kirche, in der jeden Mittag ein Gebet angeboten wurde. Wegen gefährlicher Risse im Mauerwerk musste die Kirche geschlossen werden. Die Ehrenamtlichen machten kurzerhand aus der Not eine Tugend und stellten eine Kirchenbank in den Park. Dort sitzt seitdem jeden Mittag eine Stunde lang eine Seelsorgerin und steht für Gespräche zur Verfügung – mit großer Resonanz. „Die Menschen machen sich eben viel mehr Gedanken über Gott, als man oft vermutet." stellte Schüßler fest.

Dr. Stephanie Goeke von der Caritas ermutigte die Besucher ebenso, sich nicht in den eigenen Kirchenmauern zu verschanzen, sondern den Sozialraum aktiv zu erkunden. „Verschicken Sie keine Fragebögen!" war ihr Plädoyer. Vielmehr sei es spannend, sich die Stadt in einem Rundgang zum Beispiel von Kindern oder Rollstuhlfahrern zeigen zu lassen. „Der Fokus ist dabei wirklich der Alltag der Menschen." Aus dem Satz „Ich will anderen helfen" müsse dann nach und nach der Satz „Ich will mit anderen etwas gestalten" werden.

Die Zuhörerinnen und Zuhörer konnten gleich eine Methode ausprobieren: Auf der Karte ihrer Seelsorgeeinheit sollten sie unter anderem die Orte markieren, die sie gerne besuchen. Dies sei eine gute Methode, um mit den Menschen vor Ort ins Gespräch über ihre Bedürfnisse zu kommen. Eine Besucherin meinte begeistert: „Das probieren wir bald bei uns auf dem Wochenmarkt!"

Das Dekanat Ludwigsburg ist die mittlere Ebene zwischen dem Bischof und den Kirchengemeinden im Landkreis Ludwigsburg. Es umfasst 46 Kirchengemeinden mit über 116.000 Katholikinnen und Katholiken. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Koordination der Seelsorge, die Vernetzung der Akteure und die Vertretung der katholischen Kirche in Politik und Gesellschaft.

Fabian D. Schwarz

 

Mobile Apps für spirituelle Menschen

Hier finden Sie eine Übersicht über ein paar spirituelle Mobil-Apps:

Stundenbuch-App

Gott offen

App2Heaven

Click to pray (englisch)

Amen.de

Pray as you go (englisch)

Sacred Space

 

Eine wahre Geschichte

Schnell vergisst man in all dem Vorweihnachtstrubel, in welcher Zeit man sich eigentlich befindet - einer Zeit des Wartens und Besinnens. Und wenn man dann mal ein wenig Zeit zum Nachdenken findet, endet es oft in Zweifeln und Philosophien darüber, was für einen Sinn eigentlich alles hat, was man zur Zeit tut. Doch dann ergeben sich Geschichten wie diese, die einen einfach nur berühren und so viel Wärme schenken:


Ein junges Flüchtlingspaar, das vor ca. 1 Jahr in den Ludwigsburger Osten kam - geflohen in ständiger Angst vor Folter und Krieg. Es sind nicht nur die Narben auf der Haut, die ständig daran erinnern... Fremd in einem neuen Land, einer neuen Stadt, ohne Kenntnis der Sprache, trotz Studium und sehr guter Qualifikationen kein Ausblick auf eine zeitnahe Arbeit. Da bleibt erstmal nicht viel... Doch dann sind da Menschen und eine Gemeinde, die das Bedürfnis verspüren zu helfen. Und so wird diesem Paar geholfen: sie werden ernstgenommen, erhalten eine Aufgabe in der Gemeinde; die einen helfen bei der Wohnungssuche, andere unterstützen das Paar beim Gang zum Amt oder bei verschiedensten Anträgen - und das aus vollem Herzen. Das Resultat: Die Anträge sind durch, das Paar hat eine Wohnung, eine Tätigkeit in der Gemeinde und - wundervolle Neuigkeiten. Denn vor wenigen Tagen sind sie stolze Eltern eines kleinen Sohnes geworden! Und das schönste daran: aus lauter Dankbarkeit für die Hilfsbereitschaft unserer Gemeinde haben sie diesem kleinen Mann den Namen PAULUS gegeben.


Das ist doch das, worauf es in unserem Leben ankommt: Menschlichkeit, gegenseitiges Nehmen und Geben, der Glaube an das Gute... Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Wir wünschen euch eine wundervolle Weihnachtszeit und viele solcher kleinen Geschichten, die uns zumindest für einen kleinen Augenblick mal dazu bringen stillzustehen und ganz bei uns zu sein

Julia Senz
https://www.facebook.com/jugendstpaulus/?fref=ts

Über die Architektur zum christlichen Glauben

Die gebürtige Koreanerin Un Joo Kim wird sich in der Osternacht taufen lassen. „Es waren die Kirchenräume, die mein Interesse an der christlichen Religion geweckt haben“, erzählt die 50-Jährige Stuttgarterin, die gerade dabei ist, ihre zweite Promotion zu beenden. 120 Kirchen und Kapellen, entworfen von einem deutschen Benediktinerpater, hat sie in den vergangenen Jahren in ihrem Geburtsland Südkorea für ihre wissenschaftliche Arbeit besucht und dokumentiert. „Meine Forschungsreisen sind zu einer Wallfahrt geworden“, sagt sie.  Traditionell werden in der Osternacht nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene getauft, die sich für den katholischen Glauben entscheiden.

 

Un Joo Kim ist in die entlegensten Dörfer Südkoreas gefahren, um sich die von Alwin Schmid gestalteten Kirchen und Kapellen anzuschauen. Sie hat vermessen, dokumentiert, nach Plänen gesucht und die Räume auf sich wirken lassen. „Ich bin noch immer fasziniert von der Schlichtheit und der Schönheit der Räume“, erzählt die Architektin und Innenarchitektin, die seit Jahren zwischen ihrem Heimatland - in dem rund 30 Prozent der Bevölkerung Christen sind -  und Stuttgart pendelt. Um die Kirchenräume zu verstehen, hat Kim angefangen, in der Bibel zu lesen. Aus dem wissenschaftlichen Interesse erwuchs irgendwann eine persönliche Entscheidung, die sie traf, als sie die Heimatabtei von Alwin Schmid im fränkischen Münsterschwarzach besuchte. „Die Mönche haben mich gefragt, ob ich schon einmal darüber nachgedacht habe, den katholischen Glauben anzunehmen“, erzählt die Stuttgarterin. Nachtgedacht hatte sie schon oft darüber, aber immer mit dem Gedanken, später einmal. „Die Pater wollten wissen, warum nicht jetzt und ich dachte, ja warum eigentlich nicht jetzt?“

 

Zurück in Stuttgart suchte sich die 50-Jährige, die bisher keiner Religion angehört, einen Glaubenskurs in St. Eberhard und sah sich mit deutschen Vokabeln konfrontiert, die sie vorher nie gebraucht hatte: Tabernakel, Ambo, Hostie. „Ich musste wieder Wörter lernen, um über meinen Glauben überhaupt sprechen zu können.“ Zusammen mit den anderen Teilnehmern des Kurses lernte sie das Alte und das Neue Testament kennen, übte unterschiedliche Formen des Gebets und unterhielt sich mit den anderen über christliche Ethik. „Eine wichtige Erfahrung“, sagt Un Joo Kim.  Sie freut sich auf die Osternachtsfeier am Ostersonntag um 5.30 Uhr in St. Eberhard, auf ihre Taufe. „Dann werde ich zum ersten Mal die Kommunion empfangen, bisher war ich immer nur Zuschauerin“, sagt die 50-Jährige. Dabei sein wird in jedem Fall auch ihre erwachsene Tochter, die in München lebt.

 

Nach der Taufe wird Un Joo Kim für einige Monate auf den Spuren des Benediktinerpaters Alwin Schmid weiterwandern, bis zum Ende ihrer Doktorarbeit im Fachbereich Bauforschung und Denkmalpflege an der Universität Bamberg. „Es ist beeindruckend zu erleben, wie stark im Glauben Alwin Schmid ruhte.“ Kim erzählt von den Jahren, die der Ordensmann in der Mandschurei verbrachte, dort drei Kirchen baute und wegen seines Glaubens und seiner Bauten auch im Gefängnis saß. Einige Jahre später ließ er sich in Südkorea nieder, um dort Kirchen und Kapellen zu bauen. Für die Stuttgarter Architektin ist es schön zu sehen, dass die meisten seiner Kirchen in ihrer alten Heimat noch bestehen, was sie allerdings schmerzt, ist der Umgang der dortigen Gemeinden mit den Bauten. „Die meisten Kirchen sind stark verändert worden, allerdings leider ohne Rücksicht auf das Original.“ Aus Sicht von Un Joo Kim gibt es in Sachen Denkmalschutz in Südkorea noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Nach ihrer zweiten Promotion will sie deshalb mit einem eigenen Architekturbüro nicht nur in Stuttgart, sondern auch in Südkorea arbeiten – und in beiden Ländern ihren Glauben leben.

 

Die gebürtige Koreanerin ist eine von zwölf Männern und Frauen, die in den vergangenen Monaten einen Kurs besucht haben, um die Grundlagen des katholischen Glaubens kennenzulernen. „Seit gut einem Jahr koordinieren wir die Glaubenskurse stadtweit“, erklärt die Dekanatsreferentin Kirstin Kruger-Weiß. Künftig sollen im Frühjahr und im Herbst jeweils in zwei Gemeinden Glaubenskurse starten, beteiligt sind die Gemeinden St. Eberhard in der Innenstadt, St. Martin in Bad Cannstatt und St. Hedwig in Möhringen. „Auch Erwachsene brauchen eine Vorbereitungszeit, um die Grundlagen des katholischen Glaubens kennenzulernen und sich dann bewusst  für den Empfang der Sakramente von Taufe, Firmung und Eucharistie entscheiden zu können“, so die Theologin. Auch die muttersprachlichen Gemeinden, beispielsweise die Italiener, bieten regelmäßig Glaubenskurse an.

 

Der Grund dafür, dass bis heute viele Erwachsenentaufen in der Osternacht stattfinden, liegt in der Geschichte des Christentums. In der Alten Kirche wurde nur an Ostern getauft. Da die Vorstellung einer bewussten Entscheidung für den christlichen Glauben vorherrschte, wurden hauptsächlich Erwachsene getauft. Mit der zunehmenden Verbreitung des Christentums im Römischen Reich kam es aber immer häufiger vor, dass sich auch ganze Familien mit Kindern und Hauspersonal taufen ließen. Daraus entstand im Laufe des vierten Jahrhunderts dann schließlich die Säuglingstaufe.

Nicole Höfle, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Stadtdekanat Stuttgart

An vielen Orten Kirche neu entdeckt

Tobias Haas – Seelsorger für Familien mit behinderten Kindern – bei der Aktion, eine Rollstuhlfahrerin mit 12 weiteren Personen auf einen kleinen Teppich zusammen zu bringen

Ehrenamtliche unterwegs im Dekanat Esslingen-Nürtingen

„Das ist gelungene Inklusion!“ rief Tobias Haas, Seelsorger für Familien mit behinderten Kindern. Eine Rollstuhlfahrerin war Mittelpunkt geworden anstatt Hindernis. Mit dieser beeindruckenden Interaktion begann die Busfahrt für 50 katholische Ehrenamtliche aus dem Dekanat Esslingen-Nürtingen im Jugendhaus St. Antonius in Wernau. „Kirche an vielen Orten erfahren“, war das Motto der Dekanatsfahrt am vergangenen Samstag. Im Rahmen des diözesanen Entwicklungsprozesses „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ waren Mitglieder der Kirchengemeinderäte und ehrenamtlich Engagierte eingeladen.

In Nürtingen gaben die Mitarbeiter des „Fokus Familie“ einen Einblick in ihre Arbeitsbereiche. Von der Schwangerschaftsberatung über die Familienpflege und Gehörlosenseelsorge bis hin zur Psychologischen Familien- und Lebensberatung findet sich im Fokus Familie in der Werastraße 20 alles unter einem Dach. Durch die beeindruckende Vernetzung und Kooperation der verschiedenen Dienste ist es möglich, schnelle und konkrete Hilfe zu leisten. So konnte einer in Not geratenen schwangeren Frau mit behindertem Kind innerhalb von drei Tagen eine Familienpflegerin zur Seite gestellt werden.
Ein Höhepunkt der Busfahrt durch den Landkreis Esslingen war der Besuch der S21-Baustelle in Weilheim. Dort hatten die Teilnehmer die Möglichkeit einen Einblick in die Arbeitswelt von Betriebsseelsorger Peter Maile zu bekommen. „Durch den Peter erleben wir Kirche ganz anders“, sagt Armin Stauss, Bauleiter der österreichische ARGE. Peter Maile sucht den direkten Kontakt zu den Arbeitern während ihrer Schicht im Tunnel oder am Feierabend in den Wohncontainern. Es geht um Beziehungsthemen, um Mobbing, Einsamkeit, Trauer und Tod. Maile sagt von sich selbst, er sei der Einzige in diesem Betrieb, der Zeit hat. Er ist ein neutraler Ansprechpartner für die Bauarbeiter. Bei ihm steht der Mensch im Mittelpunkt, nicht dessen Leistung. Kirche bekommt hier ein konkretes Gesicht.
In Ruit, dem jüngsten Dekanatsmitglied, das vor einem Jahr zusammen mit Kemnat zum Dekanat Esslingen-Nürtingen stieß, gab Pastoralreferentin Brita Groß Zeugnis ihrer Arbeit als Klinikseelsorgerin. Brita Groß erzählte von den Angehörigen einer Frau, die seit sieben Jahren im Wachkoma liegt. Deren Zustand verschlechterte sich markant und dennoch redete niemand über den Tod. Groß bricht das Eis, spricht über das Ende der lebenserhaltenden Maßnahmen, über Tod und Abschied. Und wie so oft, spürte sie Erleichterung bei den Angehörigen, dass sie als Seelsorgerin den Mut hatte, Klartext zu reden.
Am Ende der Dekanatsfahrt bedankte sich eine Frau aus Denkendorf bei Dekanatsreferentin Barbara Strifler, Organisatorin der Fahrt. Sie sei seit Jahrzehnten in der Kirche aktiv, aber heute habe sie nochmals einen ganz neuen Einblick bekommen, wo und wie Kirche vor Ort präsent ist. Die vielen Gesichter und die dazugehörigen Geschichten nehme sie als Ermutigung für ihr Engagement mit.
Neben den genannten kirchlichen Diensten stellten sich auch das Jugendreferat Esslingen-Nürtingen (Julia Eberle), die Fachstelle Kirche und Schule (Nicole Schmieder), die Kirchenmusik (Thomas Specker), die Katholische Erwachsenenbildung (Dr. Emanuel Gebauer), die Notfallseelsorge (Gabriele Greiner-Jopp) und die Familienpastoral (Gabriele Leuser-Vorbrugg) vor. So wurde ersichtlich, dass viele verschiedene kirchliche Orte zusammen Kirche im Dekanat bilden. Dies zu erkennen und sichtbar werden zu lassen, ist eines der Ziele des Entwicklungsprozesses von „Kirche am Ort“.

Das Katholische Dekanat Esslingen-Nürtingen erstreckt sich über den Landkreis Esslingen. Es umfasst 34 Kirchengemeinden und jeweils vier italienische und kroatische katholische Gemeinden. Die Kirchengemeinden sind in 14 Seelsorgeeinheiten zusammengefasst. Fast 120.000 Katholiken leben im Dekanat. Die Leitung des Dekanats liegt bei Dekan Paul Magino und seinem Stellvertreter Pfarrer Martin Schwer in Zusammenarbeit mit dem Dekanatsrat, der Geschäftsstelle und der Rechnungsführung.

 

PM: Ute Rieck, Dekanatsreferentin für Öffentlichkeitsarbeit

... damit der Prozess auf der Zunge zergeht ...

Die Prozessschokolade im Dekanat Ostalb sieht gut aus und schmeckt ... sehr interessant.

 

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