KONZEPTIONELLES

Aktueller Stand des Wandlungsprozesses Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten in der Seelsorgeeinheit Limeshöhe

... so geht's auch:

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Auf dem Weg zur "Wir-kommen-zu-Dir"-Kirche

Photo by Danielle MacInnes on Unsplash

Ein Zwischenbericht zum Entwicklungsweg aus dem Dekanat Freudenstadt:

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Halbzeitbilanz

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Es ist Halbzeit auf dem Entwicklungsweg der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Der Prozess „Kirche am Ort - Kirche an vielen Orten gestalten“ ist auf fünf Jahre angelegt. Voraussichtlich im März 2020 werden überall neue Kirchengemeinderäte gewählt. Bis dahin soll auch geklärt sein, wie Menschen am jeweiligen Ort das Evangelium entdecken, leben und verkünden wollen. 

Veränderung wird zur Daueraufgabe. Das realisieren im Prozess nach und nach alle Beteiligten auf allen Ebenen. Noch werden diese Veränderungen nicht überall gleich akzeptiert. Derzeit überwiegt noch die Tendenz zum Bewahren und Erhalten des Bestehenden. In den Entwicklungsplänen (EPP) beschreiben Seelsorgeeinheiten, wie sie Entwicklung verstehen und wohin ihre Reise gehen wird. Die ersten Pläne sind bereits in der Fertigstellung und ermöglichen den Kirchengemeinden, in die Umsetzung der Veränderungen zu gehen. 

Von Beginn an setzte das Programm der auf die Entwicklung von geistlichen Haltungen. Sie wurden in Beziehung gesetzt zu grundlegenden Perspektiven der Pastoral der Diözese. Daran orientiert sich diese „Halbzeitbilanz“.

 

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Entwicklungslabor 2030

... eine Idee aus dem Dekanat Rems-Murr.

Talente in den Gemeinden finden und koordinieren

Diözese richtet zehn Projektstellen zur Ehrenamtsentwicklung ein

 Rottenburg 2. August 2017. Zur Entwicklung und Förderung von ehrenamtlichem Engagement richtet die Diözese zum 1. Januar zehn Projektstellen ein. Mit einem Anteil von jeweils 50 Prozent ausgestattet, sind die Stellen auf Ebene der Kirchengemeinden und Seelsorgeeinheiten angesiedelt und haben eine Projektlaufzeit von fünf Jahren. Die Einrichtung des Projekts „Ehrenamtskoordinator – Ehrenamtsentwickler“ ist Teil des diözesanen Projekts „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ unter der Federführung von Weihbischof Matthäus Karrer als Leiter der Hauptabteilung Pastorale Konzeption.

 Mit diesem Projekt werde der Strukturwandel im Ehrenamt vor Ort aufgegriffen, so Weihbischof Karrer. Auch für die Kirchengemeinden bedeute dies einen Perspektivwechsel: Weg vom Langzeit-Ehrenamt, das die Strukturen der Kirchengemeinden bediene, hin zu einer zeitlich begrenzten, charismenorientierten Ehrenamtsförderung, bei der die Potentiale und Talente einer Person im Vordergrund stünden. Untersuchungen zeigten, dass sich Menschen zunehmend dort engagierten, wo sinnvolles Wirken und persönliche Weiterentwicklung zusammenkämen, so der Weihbischof. „Die Zukunft unserer Kirchengemeinden hängt eng mit deren Ehrenamtsentwicklung zusammen“, betont Matthäus Karrer. Daher sei diese Entwicklung und Förderung für die Diözese ein strategisches Zukunftsthema.

 Ziel der Projektstellen sei es, Entwicklungen an unterschiedlichen Orten beispielhaft anzustoßen. Dazu zähle unter anderem die Etablierung eines Potentialcoachings ebenso wie Auf- und Ausbau eines Netzwerks vor Ort, die Erschließung neuer Beteiligungsformen, ein optimale Verzahnung von Haupt- und Ehrenamt sowie Initiativen zur Gewinnung und Begleitung von Ehrenamtlichen.

 Die Ausschreibung der Projektstellen erfolgt derzeit. In folgenden zehn Seelsorgeeinheiten (SE) sind Projektstellen geplant: SE Limeshöhe, Mutlangen; SE Winnenden; SE Horb; SE Ehingen; SE Affaltrach/Obersulm; SE Künzelsau; SE Reutlingen-Nord, Pliezhausen; SE Unteres Brenztal, Giengen; SE Kirchheim/Teck; SE Tübingen.

  

Hinweise:

 Am 21. Oktober findet in Rottenburg ein großer diözesanweiter Kongress zu den neuesten Entwicklungen im Bereich des kirchlichen Ehrenamts statt.

 Weitere Informationen rund um das Ehrenamt in der Diözese Rottenburg-Stuttgart unter: http://www.ehrenamt-verbindet.de/

Gelungene Beispiele für Öffentlichkeitsarbeit

z.B.:

Katholische Jugend Strohgäu

SE Neresheim

 

 

 

(Ihre Seite fehlt hier? Einfach Link an kirche-am-ort@drs.de schicken :-)

... ein konkretes Beispiel: Neresheim

"Keiner hat den Schritt bereut"

Wie macht man aus sechs Kirchengemeinden eine Gesamtkirchengemeinde, in der jeder eigenständig bleibt?

In der November-Ausgabe von "berufen", dem Magazin des Päpstlichen Werkes für Geistliche Berufe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart erzählen Pfarrer Adrian Warzecha, die Zweite Vorsitzende Judith Durner und Gesamtkirchenpfleger Georg Haas von den Chancen der Umstrukturierung.

... und hier geht es zur Gesamtausgabe von "berufen"

Baiersbronn: Auf ins Werkstattjahr ... !

Neues von unserem Entwicklungsprozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“

Im September ist das erste Prozess-Jahr zu Ende gegangen – nicht jedoch die erste Phase dieses Entwicklungsprozesses. Sie war und ist geprägt von einer geistlichen Erneuerung unserer Kirchengemeinde und jedes Einzelnen. Hierzu können uns die geistlichen Haltungen Wertschätzen, Erwarten, Lassen und Vertrauen eine Anregung sein. Und sie ist geprägt von der Haltung des Hin-Hörens und Hin-Sehens auf das, was ist. Diese Haltungen möchten wir gerne beibehalten und uns darin immer wieder neu und tiefer einüben.

Das zweite Jahr soll dazu dienen, einige Dinge in unserer Kirchengemeinde auf den Prüfstand zu stellen und zu  überlegen, welche Veränderungen und Neuausrichtungen es braucht. Das soll keinesfalls all das Bisherige schmälern oder unreflektiert verwerfen. Vielmehr ist es wichtig, Wertvolles zu bewahren und den Blick für das Wesentliche unseres Glaubens zu schärfen.

Ganz konkrete Bereiche, die uns besonders am Herzen liegen und darum einen Schwerpunkt in der Reflexion erhalten sollen, sind die Vorbereitung auf den Empfang der Sakramente der Erstkommunion und der Firmung. Gerade weil diese Zeit der Vorbereitung für die Kinder, Jugendlichen und Familien eine wertvolle und prägende Zeit sein kann und soll, ist es uns ein Anliegen, nicht einfach irgendwie weiter zu machen, sondern in einem bewussten Jahr der Zäsur tragfähige und sinnvolle Konzepte zu erarbeiten.

Ursprünglich war die Überlegung, die Katechesen in diesem Jahr aus diesem Grund ganz zurückzustellen. Mit den Kindern, Jugendlichen und Familien, die aus persönlichen Gründen diese Zäsur nicht mitgehen können, konnten konstruktive Wege für dieses Werkstattjahr gefunden werden, worüber wir uns sehr freuen und dankbar sind.

Dieses zweite Jahr wird ein „Werkstattjahr“ sein. Leiten soll uns als Kirchengemeinde dabei die Frage: Wie kann aus dem in der ersten Phase Gehörten eine gemeinsame Vision und ein gemeinsamer Weg für unsere Kirchengemeinde werden?

Dieses Jahr haben wir begonnen mit einem Begegnungsabend in der Glashütte in Buhlbach. An diesem Abend sind vier Werkstattgruppen entstanden, die sich ungefähr einmal pro Monat treffen, um kreative und konkrete Vorschläge, Projekte und Experimente zu erarbeiten, die dann dem Kirchengemeinderat empfohlen werden.

Diese Werkstattgruppen sind im Einzelnen:

~ „Kirche für die Menschen am Ort“ Leitfrage: Wie können wir als Kirchengemeinde unserem Auftrag „Kirche für die Menschen zu sein“ gerecht werden? Ansprechperson: Judith Weiß

~ „Projekte und Kooperationen“ Leitfrage: Welche Projekte und Kooperationen bereichern und befruchten unsere  Kirchengemeinde und bringen die Menschen in Begegnung mit Gottes Botschaft? Ansprechperson: Silvia Braun

~ „Katechese“ Leitfrage: Wie gelingt es uns, unseren lebensbereichernden und faszinierenden Glauben weiterzugeben? Ansprechperson: Dominik Weiß

~ „Gottesdienst“ Leitfrage: Wie können wir die Schätze unserer Gottesdienste erfahrbar und spürbar für alle werden lassen? Ansprechperson: Michael Schemminger

Diese Werkstattgruppen sind keine festen und geschlossenen Einrichtungen. Sie sind offen für alle Interessierte und freuen sich über Unterstützung, Mitarbeit und Anregungen. Alle Gemeindemitglieder sind eingeladen, Rückmeldungenzu geben, aktiv den Entwicklungsweg mitzugestalten und ihn im Gebet zu begleiten – denn Kirche sind wir gemeinsam.

Michael Schemminger

... mehr dazu im Newsletter der Katholischen Kirche Baiersbronn.

Freudenstädter Dekanatsforum in Horb - Workshops

Beim Dekanatsforum kann jede Teilnehmerin /jeder Teilnehmer zwei Workshops besuchen. Die Eintragung erfolgt vor Veranstaltungsbeginn in ausgehängte Listen.

Workshop 1: Kleine christliche Gemeinschaften
Wie wird in unseren Kirchengemeinden Gemeinschaft erfahrbar? Wo können Menschen das Gefühl bekommen, dazuzugehören und mit anderen gemeinsam im Leben und im Glauben unterwegs zu sein? Wir haben in unserer Gemeinde erste Versuche zur Gründung „Kleiner Christlicher Gemeinschaften“ unternommen. Die Zukunftsvision ist die von einer Kirche als Gemeinschaft von Gemeinschaften, in denen Menschen miteinander im Glauben wachsen und als getaufte und gefirmte Christen gemeinsam Verantwortung in der Kirchengemeinde und in ihrem Lebensraum übernehmen.

Im Workshop wollen wir gemeinsam diese Vision in den Blick nehmen, aber auch ganz praktische Schritte auf dem Weg dorthin betrachten.
Referent: Dominik Weiss, Pastoralreferent, Pfarrbeauftragter, Baiersbronn

 

 Workshop 2: Marktplatz Kirche Schramberg
„Marktplatz KIRCHE" versteht sich als ökumenische Stimme, die auf aktuelle Fragen und Anliegen der Menschen in unserer Gesellschaft eingeht, Positionen dazu aufzeigt und die christliche Sichtweise mit einbringt. „Marktplatz KIRCHE" will damit Impulse geben zur Meinungsbildung einzelner und in der Öffentlichkeit. Pro Jahr werden unter einem Jahresthema vier bis fünf hochkarätige Veranstaltungen mit prominenten und sachkundigen Referentinnen und Referenten sowie Kabarett-, Film- und Theaterveranstaltungen angeboten.

Ein Projekt von 14 evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung (keb) Rottweil, dem Evangelischen Bildungswerk Balingen-Sulz und der Volkshochschule Schramberg.

 Referent: Klaus Andreae, Schramberg, Vorsitzender des Leitungskreises

 

Workshop 3: Kirche und Schule – ein starkes Team
Kirche und Schule …
… lebt von Menschen, die Interesse und Lust haben Kirche und Schule miteinander zu vernetzen.
…  wird bewegt von Menschen, die bereit sind für Kinder und Jugendliche zu Wegbegleitern zu werden.
… bekommt ein Gesicht durch Menschen, die bereit sind die Idee von Kirche & Schule weiterzudenken, den ein oder anderen Faden aufzugreifen und Interesse an der Umsetzung dieser Gedanken haben.

Im Workshop erhalten Sie einen Überblick über bestehende und erprobte Kooperationen von Kirche und Schule. Des Weiteren können wir gemeinsam überlegen, welche Anknüpfungspunkte es in Ihrer Gemeinde geben kann.

Referentin: Christina Rehberg, Religionslehrerin i.K., Dekanatsbeautragte für Schulpastoral / Kirche und Schule, Dekanat Freudenstadt

 

 Workshop 4: Diakonisch Gemeinde sein in Mühringen
Wenn bürgerliche Gemeinde und Kirchengemeinde(rat) sich auf den Weg machen, eine Gemeinde zu sein, wie Jesus sie will, kann viel Gutes entstehen. In Mühringen wirken Diakon Ewald Wurster, Ortsvorsteherin Monika Fuhl, Kirchengemeinderäte und Vertreter der Kommune eng zusammen und sprechen und handeln im Dienst am Nächsten mit einer Stimme. Dies spüren die Menschen vor Ort.

Im Workshop berichten sie von ihrer Zusammenarbeit und zeigen auf, wie dies in der praktischen Umsetzung aussieht.

 Referenten: Monika Fuhl, Ortsvorsteherin, Kirchengemeinderätin, Ewald Wurster, Diakon i.R.

 

Workshop 5: Workshop für Suchende
Seit mehr als viertausend Jahren suchen Menschen Gott und haben ihn ganz unterschiedlich gefunden. Suchende sind: Abraham, Jesus, Paulus… Franziskus… und wir im Dekanat Freudenstadt. Wir erzählen von konkreten Sucherfahrungen und tauschen uns darüber aus.

Referenten: Pfarrer Armin Noppenberger, Altheim und Pastoralreferent Michael Paulus, Freudenstadt

 

Workshop 6: Wie geht Prozess? - Annäherungsversuche aus Baiersbronn
Der Prozess "Kirche am Ort - Kirche an vielen Orten gestalten" ist eine spannende Herausforderung. Wie kann der Start gut gelingen? Welche Schritte können gegangen werden? In diesem Workshop werden Ideen und Erfahrungen zu den ersten Schritten aus der Kirchengemeinde Baiersbronn/Seewald vorgestellt. In einem zweiten Teil soll es dann darum gehen, gemeinsam weitere Vorschläge anzudenken, mögliche Wege zu finden, zu diskutieren und sich über Erfahrungen und Überlegungen auszutauschen.

Referenten: Judith Weiss, Pastoralreferentin, Michael Schemminger, Gemeindeassistent, Birgit Klumpp, Leiterin des Kath. Kindergarten St. Marien, Baierbronn, Ben Baiersbronnerle

 

Workshop 7: Flüchtlingshilfe - Eine lösbare Aufgabe ?
Die Aufgabe der Zeit ist die Betreuung von Flüchtlingen.
Wie können wir mit unserer christlichen Grundhaltung Hilfe und Unterstützung anbieten?
Anhand von Beispielen werden wir die Arbeit von Asylkreisen kennenlernen.
Darüber hinaus versuchen wir Argumentationshilfen zu finden, die uns an "Stammtischen" die Möglichkeit geben, konkret und sachlich die Situation der Asylsuchenden  zu beschreiben.

Referent: Michael Walz, Talheim

Wir sind Kirche am Ort ...

"Kirche am Ort..." in der Seelsorgeeinheit Steinachtal

Anfang letzten Jahres starteten die KGRs der SE in die erste Phase von KiamO. Es ging darum die Menschen, Ereignisse und die Beobachtungen in Gesellschaft und Kirche in den Blick zu nehmen. Dies geschah mit Hilfe einer Schriftrolle. Ihre Wahrnehmungen schrieben die KGR-Mitglieder auf eine Schriftrolle und bewerteten diese für sich als positiv oder negativ. In einem zweiten Schritt wurden diese Wahrnehmungen im Licht des Evangeliums gedeutet. „Wo brennt mein Herz“, „Wo geht eine Saat auf“, Wo geht eine Tür zu“, „Wo spüre ich Mauern“. In manchen Sitzungen wird die Schriftrolle wieder aufgerollt und noch einmal auf diese Beobachtungen geschaut.

Im Mai letzten Jahres fand der gemeinsame Auftakt am Lindendom (wachsende Kirche im Wald) statt. In einem „Weg-Gottesdienst“ wurden die Teilnehmer unter anderem befragt: „Was stelle ich mir unter Kirche vor.“, „Was wünsche ich mir von der Kirche“, „Was denke ich von der Kirche“.

Das Prozessteam gründete sich im Frühahr 2016. Mitglieder des Prozessteams sind: Stephanie Gärtner (KGR Bittelbronn), Hannelore Bettau (KGR Grünmettstetten), Devika Schilling und Marita Lecchler (KGR Altheim), Michael Walz (Mesner St. Martinus Talheim), Monika Schneider (Wegbegleiterteam der SE), Bettina Gerster (Religionslehrerin in Talheim) Alfred Kreidler (KAB Grünmettstetten, 2. Vorsitzender Dekanatsrat), Gemeindereferentin Manuela Knopp und Pfarrer Armin Noppenberger. Um auf diesen Prozess möglichst viele verschiedene Menschen aufmerksam zu machen entwickelte das Prozessteam einen Banner. Diese Banner werden an gut einsichtigen Stellen in den jeweiligen Gemeinden befestigt. In einem nächsten Schritt geht es darum mit einzelnen Gruppierungen und Menschen außerhalb der Gottesdienstgemeinde ins Gespräch darüber zu kommen.

Bei einer zweitägigen Klausur aller KGRs der SE Steinachtal Anfang April diesen Jahres auf der Liebfrauenhöhe beschäftigten sich die Mitglieder der KGRs ebenfalls mit dem Prozess. Gemeinden wurden mit verschiedenen Materialien aufgebaut, Lebensmittelpunkte in den Orten und Vernetzungen in den Blick genommen. Es ging darum, was Zukunft hat, haben soll. Daraus ergaben sich drei Werkstätten auf der Ebene der Seelsorgeeinheit: verändertes Ehrenamt, Tankstellen (Orte/Möglichkeiten um aufzutanken), Umgang mit Neuzugezogenen. Eine wichtige Werkstätte für Altheim, Grünmettstetten und Talheim ist die Jugendarbeit. Altheim möchte enger mit den örtlichen Vereinen kooperieren und für Talheim ist die Kirchenmusik ein wichtiges Thema.

Als nächste Schritte steht die Planung an, wie gehen wir mit den Werkstätten weiter in Phase zwei.

 

Wir haben einen Auftrag für Ben

Ben Baiersbronnerle ist 43 Jahre alt, hat zwei Kinder und ist beruflich stark eingespannt. Wenn er Zeit hat, arbeitet er im Garten und schaut Sport im Fernsehen. Er ist katholisch, hat aber wenig Lust über Glauben zu reden. Kein Wunder: Ben Baiersbronnle ist eine Schaufensterpuppe. Er steht für die 95% Baiersbronner Katholiken, die sonntags nicht in die Kirche kommen. Seit einem halben Jahr sitzt die Schaufensterpuppe bei jeder Sitzung des Kirchengemeinderats mit dabei: Als Stellvertreter der Kirchen fernen Mehrheit.

Dominik Weiß, Pfarrbeauftragter in der Gemeinde St. Maria in Baiersbronn, hat sich Ben ausgedacht: „Die Schaufensterpuppe erinnert uns daran, dass wir nicht für uns selbst da sind, sondern auch für die, die nicht in die Kirche kommen. Ben steht für dieses Bewusstsein.“ Raus aus der Binnenperspektive: Nicht immer das tun, was gewohnt, interessant und bequem für die ist, die immer da sind. „Wir haben einen Auftrag für Ben“, sagt Dominik Weiß.

Das hat Konsequenzen. Ein großes Banner kündigt für alle sichtbar den Wandlungsprozess in der Gemeinde an. Bei einer Gemeindeversammlung konnten die Teilnehmer ihre Wünsche an die Kirchengemeinde äußern. Passend dazu werden jetzt für alle die, die nicht auf der Versammlung waren, grellgelbe Briefkästen aufgehängt. Dort können sie ihren Frust und ihre Anregungen loswerden. Bei der Diskussion um die Gottesdienstzeiten will der Kirchengemeinderat – Dank Ben – jetzt auch die Wünsche derer berücksichtigen, die - noch - nicht kommen. Auf dem Weihnachtsmarkt, so wurde überlegt, könnte das Team der Seelsorger neue Kontakte knüpfen. Alles Ideen, um auch auf Menschen wie Ben zuzugehen. Bei Abendveranstaltungen jedoch diskutieren bisher noch die eher Kirchentreuen über die Zukunft der Gemeinde und in der sonntäglichen Predigtreihe geht es um die Haltungen, die die Grundlage des diözesanen Prozesses „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten“ sein sollen.

Ein Jahr lang geht es im Wandlungsprozess der Gemeinde erst mal ums Zuhören und Sprechen. „Das Tun kommt dann“, sagt Dominik Weiß. Dann starten die Versuche, die den neuen Weg der Kirchengemeinde aufzeigen sollen. Bis dahin tauchen immer neue Ideen auf, wie man Ben erreichen könnte. Der erste Schritt aber ist Dominik Weiß wichtiger: „Es geht darum, Ben erst einmal kennenzulernen.“ Erst dann geht es um die Fragen: Was braucht Ben, was kann Kirche für ihn tun, wie ihm den Glauben nahe bringen.

Eine Frau aus dem Kirchenchor ist sich heute schon sicher: „Wie Ben ist auch mein Mann.“ Überall in Baiersbronn erkennen Leute andere oder sich selbst in der Rolle des Ben wieder, auch wenn er nur dem statistischen Mittel entspricht. Die Charakterzüge des Ben, die haben die Seelsorger bisher aus den Erfahrungen mit den Menschen am Ort gewonnen. Der Pfarrbeauftragte Dominik Weiß ist sich bewusst, dass dieser Ben nur einem Klischee entspricht. Aber in jedem Klischee, sagt er, steckt auch etwas Wahres. Derzeit ist Ben eben nur ein Stellvertreter.

 

Wir hören genau hin ... . Hearing 2016

Vertreterinnen und Vertreter verschiedener diözesaner Berufsverbände trafen sich auf der Liebfrauenhöhe in Ergenzingen mit dem Team der Prozessteuerung "Kirche am Ort - Kirche an vielen Orten gestalten".

Ziel der Hearings war genau hinzuhören, wie die hauptberuflichen Mitarbeiterinen und Mitarbeiter den Entwicklungsprozess aufnehmen. Die verantwortlichen Vertreterinnen und Vertreter gaben sehr offen und sehr klar wieder, wie es bei den pastoralen Diensten, aber auch bei Pfarrsekretärinnen gerade Stand der Dinge ist.

 

Auf der facebook-Seite des Kirchenetwicklungsprozesses werden derzeit einzelne Statements zur breiteren Diskussion gestellt:https://www.facebook.com/groups/1734968043382708/

Projekt "Aggiornamento" im Dekanat Ludwigsburg

"Kirche auf Wegen der Veränderung" war das Dekanat Ludwigsburg
mit seinen  Kirchengemeinden mit dem Projekt Aggiornamento 2012-2015 -
was dabei aufgebrochen und gewachsen ist, 
können Sie in der Dokumentation zum Projekt nachlesen!
 
 
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