Firmung auf dem BERG

Leben.Atmen – Firmung für junge Erwachsene im Jugendspirituellen Zentrum DerBERG

Das Jugendspirituelle Zentrum Michaelsberg bietet jungen Erwachsenen, die Möglichkeit das Sakrament der Firmung zu empfangen. Die Vorbereitung erleben die jungen Erwachsenen gemeinsam mit Team und Firmspender innerhalb von vier Tagen im Jugendhaus Michaelsberg. Die Firmung wird am Sonntag in der Michaelskirche gespendet.

 

Zielgruppe: junge Erwachsene (18-35 Jahre) aus der ganzen Diözese

Termin: 30. Mai - 02. Juni 2019

Kosten: 75 Euro für Unterkunft und Material

Anmeldung bis 1. Mai 2019 über www.der-berg-online.de

Ansprechperson: Claudia Weiler Claudia.Weiler@drs.de 07135 980730

FLYER

 

firm.frei.begeistert

Ein innovatives Firmkonzept hat Pastoralreferentin Verena Ernst in der AEGKirche (Aidlingen, Ehningen, Gärtringen) entwickelt.

Weißer Sonntag - heutzutage ...

Ulrike Mayer-Klaus spricht in einem Interview im SWR über ihre Erfahrungen zur Erstkommunion in einer Kirche an vielen Orten.

GLAUBENSKOMMUNIKATION

Apostelgeschichte lesen #anvielenorten

... so machten sie es in der SE Waldachtal/Pfalzgrafenweiler.

Erfahrungen mit der Apostelgeschichte in Eislingen

Die Aktion "die Apostelgeschichte in 50+1 Tag lesen" hat in Eislingen/Fils "gezündet". So beschreibt es Pfarrer Bernhard Schmid. "Es ist der Gedanke, dass wir heute hier bei uns die "Apostelgeschichte weiterschreiben, weil ja Gott selbst seine Geschichte mit uns weiterschreibt. In dem, was geschieht versuchen wir immer wieder die Spuren Gottes zu entdecken. Dazu hilft uns die Schriftrolle, die wir schon seit einigen Jahren im KGR führen. Drum unser spontanes Interesse am "Original" der Apostelgeschichte und die Frage, was das für uns heute bedeutet."

Diese Erfahrungen sind nun auch publiziert in einem Themenheft im Internet oder als pdf.

Pfarrer Schmid und sein Team erleben die Arbeit mit der Schriftrolle in der Gemeinde als hilfreichen "Baustein" auch für den Prozess "Kirche am Ort", weil da Geistliches und Konkretes sehr eng ineinander gehen (können). 
HIER ein Beispiel für einen Bibeltext aus der Reihe: Tag 52. Er will anregen, dass wir die Apostelgeschichte oder ein "drittes Buch des Lukas an Theophilus" weiterschreiben können...

Mehr vom konkreten Niederschlag von Apg50+1 auf der Eislinger Schriftrolle finden Sie HIER.

Apostelgeschichte ökumenisch lesen in Eislingen

Nach der Wandlungstagung im Januar waren wir, das Pastoralteam, entflammt und begeistert von der Idee die Apostelgeschichte in dieser Form in unseren Gemeinden zu lesen.

Über unseren Pastoralausschuss, KGR und das ökumenische Dienstgespräch wurde die Idee gestreut und mit einem Vorbereitungsteam erste Gedanken zur Planung veranlasst.

  • Unterschiedlichste Orte (Kirchen, Privathäuser, öffentliche Plätze und Orte) und Einzelpersonen und Gruppen sollen angesprochen werden und sich miteinbringen.
  • Am besten per Mundpropaganda.

Terminsammlung
Die Termine wurden über eine gemeinsame Doodleliste zusammengetragen, auf die alle katholischen und evangelischen Pfarrbüros sowie pastorale Mitarbeiter Zugriff haben und neue Termine eintragen können. Parallel dazu wurden an einer zentralen Stelle die Termine in eine Wordliste übertragen, die jetzt zum Flyer wurde.
Überraschend schnell – innerhalb von zwei Wochen – war die Liste zu 90% gefüllt, einige wenige (vor allem Wochenendtermine blieben übrig). Sie konnten durch direkte Ansprache Engagierter aus der Gemeinde doch noch gefüllt werden.

Inhaltliche Gestaltung
Währenddessen wurde im Pastoralteam inhaltlich an der Vorbereitung weitergearbeitet.
Begleitender Koffer: als sichtbares Zeichen wird von Station zu Station ein Koffer weitergegeben, der eine Bibel, Tuch, Kerze und Feuerzeug enthält. Die Durchführenden sind eingeladen damit einen Mittelpunkt ihres Lesekreises zu gestalten.
Mit dem Koffer soll ebenfalls ein kleines Logbuch weitergegeben werden, wo jede leitende Person / Gruppe einige Impressionen festhalten soll.

Bibeltext mit Impulsfragen: die Teilnehmer sind eingeladen, ihre eigene Bibel mitzubringen, gleichzeitig wird es aber auch einige Bibeltextblätter geben mit entsprechenden Impulsfragen. Diese sollen anregen gemeinsam über den Bibeltext ins Gespräch zu kommen.

Anregungen und Hinweisblatt für die Leiter: in Anlehnung und mit Hilfestellung des Heftes vom Katholischen Bibelwerk wurde dieses Hinweisblatt erstellt, das den Leitern als Richtschnur dienen soll.

Anregungen zum Lesen daheim: wer nicht an den Stationen teilnehmen will/kann, sondern zuhause, kann dies auch tun und anhand dieses Blattes seine eigene Zeit gestalten. (Die Impulsfragen werden auf der Homepage zum Download bereitstehen)

In allen Gottesdiensten innerhalb der 51 Tage wird immer der jeweilige Tagesabschnitt als Lesung gelesen.

Öffentlichkeitsarbeit
Alles Arbeiten wäre sinnlos, wenn es nicht auch verbreitet werden würde. Es wird ein „Verteilpacket“ erstellt mit dem diözesanen Aufsteller, eingelegt werden der Terminplan und die Anregungen zum Lesen daheim. Diese wird in allen vier katholischen und evangelischen Kirchen zu den Ostergottesdiensten verteilt.

Ebenfalls wird dieses in den Monatsbrief unserer katholischen Kirchengemeinde eingelegt. In den Vermeldungen wird darauf hingewiesen und wir habe eine Pressemitteilung an die Ortspresse herausgegeben.

Kurzes Zwischenfazit
Mit nur einem sehr kurzen zeitlichen Vorbereitungsfenster ist in einer sehr dichten Zeit viel entstanden und hat positiv zu keimen begonnen. Diese Aktion kann nicht alleine gemeistert werden, sondern bedarf einer guten Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und viel Freude. Aber diese kam allein durch die positive Resonanz, die diese Aktion in der Gemeinde bereits ausgelöst hat.

Erreichbarkeit
Unsere Kirchengemeinde ist unter https://stmarkus-liebfrauen-eislingen.drs.de/ im Internet zu finden, dort wird es auch immer wieder neue Eindrücke geben. Bei Rückfragen, Interesse, Materialaustausch usw. sind wir als Pastoralteam alle ansprechbar: Pfarrer Bernhard J. Schmid, Pastoralreferent Hariolf Hummel, Gemeindeassistentin Katharina Pilz

 

... und hier gibt es die verwendeten Materialien als pdf:
50+1 Anregungen für Leiter
50+1 Terminplan Personen und Institutionen
Anregungen zum Lesen daheim
Tag 1
Tag 2
Tag 3
Pressemitteilung
Zusammenfassung

Erfahrungsbericht Projekt Apostelgeschichte 50+1

Zwei Wochen vor Beginn des Projekts wurden die Informationsflyer zur Apg 50+1 auf der Informationstheke ausgelegt und etwa eine Woche vor Beginn auf der elektronischen Informationstafel im Atrium und am Haupteingang beworben.

 Von Beginn an, wurden auf dem Holztisch zwei Plexiglas-Aufsteller hingestellt, in die täglich die aktuelle Schriftstelle aus der Apostelgeschichte gesteckt wurde. Immer wieder konnte man beobachten, wie unsere Kaffeegäste, den Aufsteller zur Hand nahmen und den Tagestext lasen. Dadurch kamen kurze Gespräche zu den Texten oder zur Aktion zustande und dies auch unter den Gästen am Holztisch selbst. In der ersten Woche lagen immer wieder auch Impulsfragen zu dem Text auf dem Tisch, was aber nur ganz vereinzelt wahrgenommen wurde.

 Auf einem Stehtisch waren die Flyer der Aktion „Apostelgeschichte in 50+1 Tag lesen“ und die „Lectio Divina“ aufgestellt. An den Tagen, an denen eine Schriftstelle dran war, die im Heft „Kirche an vielen Orten – Apostelgeschichte lesen“ ausführlicher mit einem Faltblatt beschrieben ist, wurden diese Faltblätter ebenfalls ausgelegt. Dies wurde gerne in Anspruch genommen.

 An der Kirchenwand standen eine bzw. zwei Stellwände, die wöchentlich mit neuen Plakaten und Aktionsmöglichkeiten gestaltet wurden.

Die Plantafeln und der Stehtisch standen „strategisch“ auf der Strecke zu unseren Toiletten. Viele blieben kurz stehen, um zu lesen, was auf den Tafeln stand. Um ein schnelles Erfassen dessen, was mit der Aktion verbunden ist, zu erkennen, war das Logo der Diözese sehr hilfreich.  

In der ersten Woche befand sich auf einer Stellwand der Text aus Apg 1,1-3. Auf der zweiten Wand fanden sich drei Blätter mit der Möglichkeit, sich schriftlich zu beteiligen. Die Fragestellung lautete:

 Gottesfreunde / Gottesfreundinnen

sind…                                                 können…                                           wollen…

…lebendig                                        …begeistern                                     …die Welt aus der                                                                                                                                  Perspektive des Glaubens                                                                                                                       sehen

 An jedem Punkt hing jeweils ein Stift (in unterschiedlicher Farbe), der die Gäste zum Schreiben einlud. Dies wurde auch gerne genutzt, allerdings eher dann, wenn von uns niemand in der Nähe war; die Anonymität war offensichtlich hierzu wichtig. Schon in der ersten Woche war sichtbar, dass auch Menschen ihren Frust und Ärger auf den Plakaten hinterließen.

 

In der zweiten Woche war der Abschnitt Apg 6,1-7 auf der Wand zu lesen. Dazu war die Möglichkeit sich zu den Fragen „Voraussetzungen für Veränderungen“ und „Welche Veränderungen wünschen Sie sich von der Kirche?“ zu äußern. Zu Beginn waren die Beiträge sehr konstruktiv und auch anregend. Je länger jedoch die Wand stand, desto mehr fühlte sich ein/e Schreiber/in herausgefordert, seine/ihre Schmähungen ebenfalls zu dokumentieren. Dies wird vermutlich in einem so öffentlichen Gebäude und hochfrequentierten Besucherstrom nicht zu vermeiden sein.

 

In der dritten Woche war neben der Textpassage die Aufforderung, sich einzelne Worte, die auf farbigen Textblättern geschrieben waren und die aus dem Text herausgehoben wurden, vom Stehtisch mitzunehmen. Obwohl oft jemand vor der Wand stand, wurden die farbigen Textblätter wenig mitgenommen.

 

In der vierten Woche nahmen wir die Anregung auf, die Kommunikationswörter der Passagen aus der Apostelgeschichte hervorzuheben und in einzelnen Blättern unter die Textstelle des Tages zu hängen. Dazu wurde die Bibel ab dieser Woche auf dem Stehtisch mit ausgelegt, damit diese Worte im Textzusammenhang mitgelesen werden konnten. Diese wurde vielfach in die Hand genommen. Wenn ich mit den Gästen dann ins Gespräch kam, stellte sich heraus, dass auch andere Textstellen gesucht wurden. Eine russische Frau wollte beispielsweise wissen, wie ihre Lieblingsstelle auf Deutsch sich anhört und war enttäuscht über die nüchterne Übersetzung (aus dem Hohenlied).

 

In der fünften Woche begann ich die Woche mit einem Thema zu überschreiben: „Der Glaube breitet sich aus“ und lud die Gäste ein, auf farbigen Plankarten uns mitzuteilen, durch wen sie zum Glauben gekommen sind und welche Erfahrungen sie in ihrem Glauben gestärkt haben.

Am Samstag der fünften Woche war der AKM zum Stuttgart Yard-Tag im Haus. Manche lasen interessiert die Impulse, weil sie das Logo von „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ wohl gekannt haben. So kam ich an diesem Tag häufig ins Gespräch mit den Jugendlichen; einige von ihnen schrieben auf Karten ihre Gedanken dazu auf.

Diese sechste Woche bekam den Titel "Hoffnung, aus der wir leben". Neben Ausschnitten aus der Apg, die in dieser Woche gelesen werden und die den Hoffnungsaspekt vertiefen, waren die Gäste eingeladen, uns aufzuschreiben, woraus sie Hoffnung schöpfen und was ihnen Hoffnung macht / schenkt / gibt.

Die siebte und letzte Woche bekam den Titel „Das Zeugnis des Paulus“. Um einander Zeugnis zu geben, aus welcher Schriftstelle wir unsere Kraft holen, waren die Gäste eingeladen, uns ihr „Lebens-Wort“ aus der Bibel, aufzuschreiben.

Da in den davorliegenden Tagen schon immer wieder die Frage aufkam (mündlich und per Mail), wie es nach der Apostelgeschichte denn weitergehen würde, lud ich die Gäste ein, uns ihre Wünsche, wie wir mit der Bibel weitergehen können, aufzuschreiben. Leider kam hierzu kein Beitrag.

Zusammenfassung:

Insgesamt waren die sieben Wochen eine interessante Erfahrung, mit welchen Mitteln Menschen für die Bibel ansprechbar sind. Die Schreibmöglichkeit erwies sich als eine Art Einladung sich zu äußern, vor allem für diejenigen, die nicht unbedingt ins Gespräch kommen wollen.

Wir mussten in den ersten drei Wochen die Erfahrung machen, dass ein Schreiber mit seinen Kommentaren andere abhielt, sich zu äußern. Als wir den Mann identifizieren konnten (er ist psychisch krank), fand ein Gespräch statt, so dass dies ab da nicht mehr vorkam.

Sieben Wochen in solch hoher Intensität die Auseinandersetzung an einem Buch der Bibel aufrechtzuerhalten, war bisweilen auch anstrengend – aber der Austausch, der dadurch zustande kam, war eine Bereicherung. So sind mir vor allem Gespräche mit Schülern der oberen Klassenstufen geblieben, die sich nach Ansprache gerne eingebracht haben.

Alles in allem sind unsere Erfahrungen positiv. Zum Teil regen sie uns auch zum Nachdenken an, wie wir auch künftig das Evangelium bzw. die biblische Botschaft den Menschen auf einladende Weise nahe bringen können. Wir leben in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft; dies zeigt sich auch in unseren Gästen. Hier offen für Gespräch und Auseinandersetzung zu bleiben oder auch noch zu werden, das ist unsere Aufgabe.

Ganz herzlich bedanken möchte ich mich bei Bärbel Janz-Späth für ihre hilfreichen Anregungen zur Gestaltung der Wochen und der Gemeinde Eislingen, durch deren Beispiel wir ermutigt wurden, dieses Projekt ganz offen anzugehen.

Sr. Nicola Maria Schmitt, Haus der Katholischen Kirche Stuttgart

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