DIALOGISCH

Wachsen lassen / wachsenlassen

An die fünfzig Teilnehmer aus dem ganzen Katholischen Dekanat Balingen trafen sich zur Veranstaltung „Begegnung Kirche am Ort“ am Sonntag in Lautlingen.

Dekan Anton Bock und Dekanatsreferent Achim Wicker begrüßten die Engagierten aus den Kirchengemeinden in der Kirche St. Johannes. Danach ging es zu Fuß weiter nach Margrethausen. Bei einer Station an der Wassertretanlage befassten sich die Teilnehmer mit der Bibelstelle „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“.

Nach einer Stärkung mit frischen Trauben ging es weiter ins Kloster Margrethausen, so Wolfgang Müller, Hauptabteilung IV Pastorale Konzeption zum Thema „Wachsen Lassen / wachsen –lassen“ sprach. Er zeigte dabei anhand der Entwicklung von Kirche und Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten auf, wo Chancen auf Wachstum bestehen, betonte aber auch, dass es wichtig sei von altem Abschied zu nehmen, dass Neues wachsen könne. Müller betonte, dass es wichtig sei, Orte zu erhalten, an den Menschen einen Patz mit Gott finden. Er warb dafür sich auf weniger, aber qualitativ gute Angebote zu konzentrieren und die Kraft nicht für Dinge zu verbrauche, die vorbei sind.

Er forderte die Teilnehmer auch auf, einfach mutig zu sein und Dinge zu tun: „Kirche muss Geschmack haben.“ Dem Vortrag schloss sich eine rege Diskussion der Teilnehmer an, die auch aufzeigte, wie schwierig gerade das „Lassen“ ist, auch wenn es sich um Angebote handelt, die kaum noch angenommen werden. Einzelnen sind sie dennoch wichtig. Dekan Anton Bock und die Mitglieder des Prozessteams „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ luden danach zur Andacht in die St. Margareta Kirche ein.

Kirchenentwicklung geht weiter ...

Kirchenentwicklung ist ein göttliches Geschäft. Seit Er damit auf die Erde gekommen ist, baut Er seine Zukunft in und mit dieser Welt, auch und durch Menschen.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart nehmen wir diesen Auftrag aktiv wahr im Entwicklungsprozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“. Zwischen 2015 und 2020 entwickeln Kirchengemeinden, Seelsorgeeinheiten. Dekanate und die Diözesanebene für sich und zusammen zukunftsfähige Wege, das Evangelium unter den gegenwärtigen Menschen zu entdecken.

An dieser Stelle entsteht nun – auf halbem Weg – endlich ein Ort, an dem wir Erfahrungen nicht nur darstellen, sondern auch diskutieren.

Den Anfang macht eine Stellungnahme der Priestersolidaritätsgruppe Aktionsgemeinschaft Rottenburg (AGR):

ZWISCHENRUF

Lust zu diskutieren? Hier geht's zum BLOG.

Dekanatsforum in Böblingen steht zu Mut und Courage!

Böblingen. St. Bonifatius, am 18.11.2017

Das diesjährige Dekanatsforum in Böblingen stand unter dem Motto "Courage? Nur Mut!". Achtzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer ließen sich auf dieses hochaktuelle Thema ein: Was wäre eine Gesellschaft, eine Kirche, ohne mutige Menschen, die aufstehen und für ihre aufrichtigen und auch christlichen Überzeugungen eintreten?

 Dazu sprachen erfahrene Gäste aus Kirche, Politik und Theater, die gerade durch die Unterschiedlichkeit ihrer Professionen wertvolle Betrachtungsweisen und Ansätze in die Diskussionen einbrachten. Nachdem Theaterpädagoge Tobias Ballnus mit humorvoll angeleiteten Übungen die Gemeinschaft auflockerte und sie unkonventionell auf das Thema einstimmte, gab es im Vortrag des Stuttgarter Stadtdekans Christian Hermes ein leidenschaftliches Plädoyer für die Pflicht eines jeden Christen, getreu seinem Glauben für die religiösen und vor allem ethischen Grundwerte einzustehen, für Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit. Politikmüdigkeit und Rückzug ins Private würden nur dazu führen, dass die dadurch frei gewordenen "Plätze" von der Gegenseite eingenommen werden.

 Hochinteressant auch die im Anschluss geführte Podiumsrunde, die neben den beiden Vorgenannten mit Clemens Binninger (CDU) einen hochkarätigen Vertreter aus dem politischen Bereich zu Wort kommen lassen konnte. Seine Erfahrungen im NSU-Untersuchungsausschuss und dem NSA-Skandal zeigten auf, wie wichtig Mut und Courage besonders bei Parlamentariern ist, die stets auch die Linie ihrer Partei im Hinterkopf haben müssen. Manchmal auch ein schweres Dilemma bei konkreten Entscheidungen. Alle Teilnehmer der Runde, die souverän von Christine Höppner (keb-Leiterin) modieriert wurde, waren sich einig, dass Zukunft aktiv mitzugestalten sich immer lohnt und ein gutes und deutliches Zeichen vor allem für unsere Jugend setzt. Das betrifft auch Themen, die die Menschen nicht direkt berühren (Binninger).

 Solchermaßen positiv stimuliert gingen die Forumsteilnehmer in die einzelnen Workshops. Mut zum Einmischen und Mitgestalten benötigt immer frische Ideen. Eine Stunde lang wurden neue Erfahrungen und Gedanken von Moderatorinnen und Moderatoren aus den unterschiedlichsten Bereichen vermittelt. Ob liturgisches Experimentieren, neue Leitungsmodelle, Aufrechtstehen, Gesang, politisches Engagement oder Integration - hier fand jeder das seiner Neigung entsprechende Forum.

 Missa Courage, eine stimmungsvolle liturgisch-musikalische Feier bildete den besinnlichen Abschluss dieses außergewöhnlichen Nachmittags. So wurde unter anderem gesungen: "Seid wachsam, seid bereit! Seid mutig und seid stark! Seid achtsam und hellwach!" Auf dem Bonifatiusplatz hatte die Caritas mit ihrer Aktion "Eine Million Sterne" einen Stern aus Kerzenlichtern geformt: Lichter für eine gerechtere, menschlichere Welt. Lassen wir sie niemals in unseren Herzen erlöschen und zeigen wir auch den Mut und die Courage, selbst mit unserem Licht zu leuchten!

 

Hinweise für die Redaktionen: Die beigefügten Bilder bitte mit Copyright "Kath. Dekanat Böblingen" verwenden. Vielen Dank. Bild 1 zeigt die Podiumsrunde mit (von links nach rechts) Christian Hermes, Clemens Binninger, Christine Höppner, Tobias Ballnus. Mehr Bilder gibt es beim Kath. Dekanat Böblingen unter Email: peter.then@kirchebb.de

Tolle Ideen

Die Homepage des Katholischen Dekanats Ostalb kann sich sehen lassen:
einfach, klar und anschaulich zeigt sich hier, wie "Kirche an vielen Orten" aussieht.

Besonders gut gefällt mir in der Rubrik des Entwicklungsweges die Aufstellung, wie der Stand im Dekanat ist. So wird deutlich, wo die einzelnen Seelsorgeeinheiten stehen. Denn Kirche sind wir ja einerseits für uns am jeweils konkreten Ort (#kircheamort). Aber andererseits sind wir ja auch Kirche mit vielen anderen (#anvielenorten).

In gedruckter Form gibt das Dekanatsteam das >>echo<< heraus. In der aktuellen Ausgabe findet sich dort neben der interessanten Titelstory "Kirche braucht Frauen" auch ein Extra-Blatt zum Prozess "Kirche am Ortv - Kirche an vielen Orten gestalten".

Schau mal hin ... nachmachen lohnt sich!

Wolfgang Müller

 

Drei Frauen glauben an ein Ziel

Zweite Vorsitzende wollen die Menschen zusammenbringen.

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